Kurzkritiken — pointiert, fokussiert, selektiv. Sie geben prägnant Einblick in die Räume der Poesie und risikoaffiner literarischer Formate.
Jonis Hartmann lässt in seiner Kurzkritik von Milena Markovićs Gedichtband Kinder (Edition Korrespondenzen, 2025) die autobiografisch zu verordnende Stimme dieser “Außenseiterïnnenballade” zu Wort kommen, deren Sprünge und Wechsel er als Ausdruck von Dringlichkeit ausweist.
Tanja Dückers erläutert in ihrer Kurzkritik zu Elke Heinemanns zweisprachigem Band gewölk gestein gewässer / nubi rocce acque (etcetera press berlin, 2025), wie die Dichterin sich der von Menschen umgeformten ‚Natur‘ nähert und eine für das frühe 21. Jahrhundert passende Naturlyrik entwickelt.
Slata Roschal preist Katrin Pitz’ zweiten Gedichtband Organe des Wals (Elif Verlag, 2026) und geht in ihrer Kurzkritik einigen der Innenräumen nach, in denen das Ich wie der biblische Jona im Wal eine neue Perspektive auf die Welt entwickelt.
Mara-Daria Cojocaru liest Esther Kinskys “Heim.Statt" (Suhrkamp 2025) und folgt darin einer "Sprache ohne thematische Gewähr", die die Dichterin entlang der Balkanroute mehrsprachig durch die europäische Kultur schießen lässt.
Kurzkritik zu Moni Stănilăs Metallische Igel von Irina Bondas
Kurzkritik zu Benjamin Baumanns Kollateralschädel von Fabian Schwitter
Kurzkritik zu Chris Lauers Ortsauflösung von Leonie Köhler
Kurzkritik von Paul Jandl zu Farhad Showghis Die nähere Umgebung