Das Schweizer Fenster ist eine neue, fortlaufende Serie von zæsur. poesiekritik zur Schweizer Gegenwartslyrik. In zehn sorgfältig kuratierten Dossiers, die von Mai bis September 2026 erscheinen, entsteht ein Panorama aktueller lyrischer Positionen, Schreibweisen und Debatten aus der vielsprachigen Schweiz. Jedes Dossier verbindet einen Einführungsessay zur Dichterin bzw. zum Dichter mit einer Besprechung eines aktuellen Bandes.
Wir eröffnen die Reihe vom italienischsprachigen Südrand der vielsprachigen Schweiz aus mit dem bedeutendsten Tessiner Dichter des 20. Jahrhunderts, Giorgio Orelli (1921-2013). Es folgen Dossiers zu vor allem jüngeren Dichterïnnen von Schweizer Lyrik in deutscher, französischer und rätoromanischer Sprache.
Das Schweizer Fenster, das auf eine Idee von Florian Bissig zurückgeht, wird von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, gefördert.
Franziska Beyer-Lallauret liest Thierry Rabouds Gedichtband „Schieflage“ (2025) als unheimliche Begleitmusik zu einer Realität, die angesichts sich häufender Naturkatastrophen ins Wanken geraten ist. Ihr Blick auf das französischsprachige Original „Terres déclives“ (2022) legt die Musikalität einer Sprache frei, die in der Übersetzung Yves Raebers zumindest teilweise zum Klingen kommt.
Ein Dossier zur Anthologie Amur. Poesias 1648–2025. Liebesgedichte – Poesie d'amore – Poèmes d'amour und zur bündnerromanischen Lyrik