All in Rezension

Ist doch nur Spaß. Yevgeniy Breygers Buch „hallo niemand“ kokettiert konsequent mit den Katastrophen

Insa Wilke bespricht Yevgeniy Breygers "Roadtrip in Versen" (Suhrkamp, 2025) als eine "Odyssee", die eine gespaltene Autorfigur zwischen "ich", "er" und "niemand" durch die Tagespolitik zwischen Wien und Berlin führt. In einer Spannung von Einbeziehung und Distanzierung der Leserschaft inszeniert nach Wilke diese lyrische Polemik kokettierend ihre Rezeption mit.

Utopien in Worten. Björn Hayers Anthologie utopischer Gegenwartslyrik

Hans-Christian Riechers rezensiert den von Björn Hayer herausgegebenen Band "Aus einer geschützten Ecke heraus / läßt du den Raum entstehen. Utopische Dichtung der Gegenwart" (Gans Verlag, 2026) und geht in den versammelten Gedichten einer subversiven Gegenwart des Utopischen nach. Er vermisst aber auch Begründungen und Akkuratesse in der Herausgabe.

Vom Recht, eine Liebe zu erzählen

Anne Seubert erkundet, wie Nancy Hünger in ihrer lyrischen Erzählung Wir drehen dem Meer unsere Rücken zu (AZUR im Verlag Voland & Quist GmbH, Berlin und Dresden 2025) eine scheiternde Liebesbeziehung aus weiblicher Sicht beschreibt und Formen findet, die über die Angemessenheit dieser Perspektive reflektieren.